Lunisolarkalender
ÁRTALA
Mondphasen, Jahresfeste, Schaltjahre und Rauhnächte – quellenbasiert rekonstruiert, ohne esoterische Aufladung.
Jetzt als App – in 12 Sprachen.
"Ártala" (altisländisch "Jahrzähler") ist im Alvíssmál der Edda das Wort der Elfen für den Mond – weil die Zeitrechnung im germanischen Heidentum vom Mond abhing. Alvíss, der "Allwissende" – ein Zwerg, der alle Dinge bei allen Namen kennt – begleitet euch als Maskottchen durch den Kalender.
Nachdem ich von 2017 bis 2021 den gebundenen Mondkalender der Germanen als Papier-Wandkalender unter dem Namen "Ártala" veröffentlicht hatte, kann ich hier endlich den Kalender als App anbieten.
"Die Rekonstruktion eines Luni-Solarkalenders in Buchform ist eine sehr theoretische Angelegenheit. Mit Hilfe einer App wie dem Ártala wird aus etwas so Abstraktem ein Werkzeug, das es einem ermöglicht, sich in die historischen Zeitqualitäten hineinzufühlen und sie, wenn man möchte, wieder für den eigenen Alltag zu beleben."
Sechs Ansichten auf die Zeit

Die Monatsansicht
Der germanische Mondmonat mit gregorianischen Daten als Bezugspunkte, Mondphasen, Festen und abgestimmter Illustration.

Die Tagesansicht
Die wichtigsten Daten zum Tag: aktuelle Mondphase, Countdowns zu Mondphasen und Festen sowie Hávamál-Zitate.

Das Runenorakel
Im Jüngeren Futhark, Älteren Futhark und Angelsächsischen Futhorc die Tagesrune ziehen und mehrmals täglich Drei-Runen-Legungen durchführen.

Die Mond-Ansicht
Der Mond in seiner aktuellen Phase; die markierten Runen zeigen die im Orakel gezogenen Zeichen in der jeweiligen Farbe.

Der Jahreskreis
Nicht der gewohnte Jahreskreis: Ihr seht, wo im Kreis ihr steht, wann welche Feste sind, und gelangt hierüber ins Festlexikon.

Der Solarhringr
Die einzige wirkliche Neuschöpfung in der App: namentlich überlieferte Tagesabschnitte, übertragen ins Konzept der Temporalstunden.
Alvíss kennt alle Namen
Im Alvíssmál nennt der Zwerg Alvíss den Mond bei den Namen aller Wesen: "Máni" heißt er bei den Menschen – und "kalla alfar ártala", die Elfen nennen ihn Jahrzähler. Jetzt kennt auch die App selbst mehr als einen Namen für den Mond: Sie spricht zwölf Sprachen – auf Android, iOS und im Web.
- DeutschMond
- EnglishMoon
- ÍslenskaMáni
- NorskMåne
- DanskMåne
- SvenskaMåne
- SuomiKuu
- NederlandsMaan
- FrançaisLune
- ItalianoLuna
- EspañolLuna
- PortuguêsLua
Empfohlen vom Eldaring e. V.
Der Eldaring als größter germanisch-heidnischer Verein im deutschsprachigen Raum kooperiert mit dem Ártala und empfiehlt ihn. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags haben der Vorstand des Eldaring und der Ártala vereinbart, die öffentliche Aufmerksamkeit füreinander zu stärken.
Außerdem wird das bislang komplett privat finanzierte Projekt durch eine Förderung des Vereins zugänglicher gemacht – eine Preissenkung für alle künftigen Kunden und in besonderem Maße für Eldaring-Mitglieder. Der Eldaring steht für einen offenen, inklusiven und wissenschaftlich orientierten Zugang zum germanischen Heidentum und ist als gemeinnützig anerkannt.
"Mit Kalendern planen wir die Zukunft, mit dem Mondkalender beleuchten wir aber auch ein Stück unserer Vergangenheit auf dem Weg nach morgen. Das macht den Zauber von Damian Hallers Neu- und Nachschöpfung namens Ártala aus."
"Wer heute das germanische Heidentum für sich entdeckt, begegnet so gut wie nie auf Anhieb den wenigen wissenschaftlich belegten Überresten. Mithilfe des Ártala-Kalenders wissenschaftlich fundiert zu wissen, wie das Jahr wirklich eingeteilt und welches Fest wann wirklich gefeiert wurde, ist dabei eine unschätzbare Hilfe!"
4,83 von 5 Sternen auf ProvenExpert 6 Bewertungen aus der Wandkalender-Ära (2018–2019)
Fragen zum germanischen Mondkalender
Was ist ein germanischer Mondkalender?
Ein germanischer Mondkalender (genauer: Lunisolarkalender) ist ein Zeitmessungssystem, in dem jeder Monat mit der ersten sichtbaren Neumondsichel beginnt. Die Monate werden durch eine Schaltmonatsregel an das Sonnenjahr gebunden, wobei die Wintersonnenwende als Anker dient. Die Feste des Jahreskreises – Jól, Sumarmál, die Winternächte und die Blóts – ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Mond und Sonne.
Was ist ein Lunisolarkalender?
Ein Lunisolarkalender verbindet die Mondmonate (je ca. 29,5 Tage) mit dem Sonnenjahr (ca. 365,25 Tage). Da zwölf Mondmonate nur rund 354 Tage ergeben, wird in bestimmten Jahren ein dreizehnter Schaltmonat eingefügt, um die Monate mit den Jahreszeiten im Einklang zu halten. Die Germanen, Juden, Chinesen, Inder und viele weitere Kulturen nutzten oder nutzen Lunisolarkalender.
Wie funktioniert der germanische Schaltmonat?
Im germanischen Lunisolarkalender wird die Wintersonnenwende als Anker genutzt. Fällt nach zwölf Mondmonaten die Wintersonnenwende noch nicht in den letzten Monat, wird ein dreizehnter Schaltmonat eingefügt. So bleiben die Monate an die Jahreszeiten gebunden. Andreas E. Zautner hat dieses System aus historischen Quellen (Beda Venerabilis, Grágás, Adam von Bremen) rekonstruiert.
Wann ist das Julfest?
Jól – das Julfest – hat im germanischen Mondkalender kein festes Datum: Gefeiert wird am Vollmond des ersten Mondmonats nach der Wintersonnenwende, des Späten Jólmonds. Dadurch verschiebt sich das Julfest von Jahr zu Jahr gegenüber dem gregorianischen Kalender. Ártala berechnet das Datum automatisch und zählt die Tage bis zum nächsten Julfest herunter.
In welchen Sprachen ist Ártala verfügbar?
Ártala ist in zwölf Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Isländisch, Norwegisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch. Die App startet in der Systemsprache und lässt sich in den Einstellungen jederzeit auf eine andere Sprache umstellen – auf Android, iOS und im Web.
Was sind die Rauhnächte?
Die Rauhnächte (auch Zwölf Nächte oder Zwölften) sind die Differenztage zwischen dem Mondjahr (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage). Diese elf bis zwölf Nächte um die Wintersonnenwende galten bei den Germanen als besondere Schwellenzeit. Im Ártala-Kalender werden sie berechnet und angezeigt.
Beginne, die Zeit zu zählen.
In den Stores – oder direkt in der Web-App.